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ERÖFFNUNGSKONZERT
Opera virtuosa

Opera virtuosa ist der Obertitel zu diesem Programm. Schon immer haben Komponisten bekannte Themen und Opernarien in virtuosen Transkriptionen verarbeitet und bedienten so Musiker, die gerne mit „populären Melodien“ im Konzert auftreten wollten. Aber auch für den Hausgebrauch waren diese Bearbeitungen gedacht, denn die Opernbesucher konnten so im heimischen Wohnzimmer die Opernwelt wieder aufleben lassen. Das Eröffnungskonzert der KONTUREN bietet einen Streifzug von der Teufelsschlucht aus dem Freischütz, zu den obsessiven Tänzen einer Carmen und den intrigenlüsternen Listen des buckligen Hofnarren im Palast der Herzogs von Mantua.

Giuseppe Verdis Rigoletto war dank berührender Arien und mitreißender Ensembles Vorlage für viele Bearbeitungen. Luigi Bassi stellte seine Paraphrase für Klarinette und Klavier schon kurz nach Uraufführung der Oper fertig; er wollte den Opernerfolg direkt nutzen. Erst später erweiterte Alamiro Giampieri diesen Ansatz zu der zweiteiligen Fassung, in der die Klarinette die meisten der verwendeten Melodien zunächst vorstellt, bevor sie sie virtuos variiert und umspielt.

Bernhard Cossmann, Solocellist im Gewandhausorchester Leipzig, mit Franz Liszt und Hans von Bülow befreundet, später als Professor am Konservatorium in Moskau tätig, schrieb die Freischütz Fantasie seinem Instrument regelrecht auf den Leib. Virtuos lässt er von Webers romantische Oper, in der es um finstere Bünde mit dem Bösen, eifersüchtigen Wettbewerb und innige Gefühle geht im Zwiegespräch zwischen Violoncello und Klavier aufleben.

Die große Oper des 19. Jahrhunderts betritt mit der Carmen-Fantasie die Bühne. Bei den KONTUREN erklingt nicht die berühmte Bearbeitung von Sarasate sondern eine Transkription für Flöte und Klavier des Saint-Saens-Schülers und französischen Meisterflötisten Francois Borne. Die in einem Satz durchzuspielende „Fantaisie brillante“ mit Untertiteln wie Habanera, Chanson de Bohème und Final ist ein äußerst virtuoses Potpourri der bekannten Themen.

Zwei ganz unterschiedliche Trios lassen sich wunderbar in das Programm integrieren. Das Klarinettentrio B-Dur op. 11 mit dem Beinamen „Gassenhauertrio“ variiert zwar im letzten Satz ein bekanntes Thema aus der zur damaligen Zeit äußerst populären Oper „Der Korsar“ von Joseph Weigel und passt damit perfekt in das Programm, ist aber doch weit mehr als nur eine virtuose Bearbeitung von Opernthemen. Hat Beethoven mit seiner Instrumentalbesetzung Klarinette, Violoncello, Klavier doch eine Kammermusikbesetzung „etabliert“, die auch von anderen Komponisten aufgegriffen wurde, so ist die Besetzung Flöte, Violoncello, Klavier wie Weber sie in seinem Trio op. 63 verwendet hat, fast ein kammermusikalischer Solitär geblieben. Im Finale blitzen auch einige Themen aus seinem Freischütz wieder auf, an dem er zu selben Zeit arbeitete.


 


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